NZZ, 09.08.2016

(André Müller) Mit über hundert Mitarbeitern ist Webrepublic kein Startup mehr. Das Wachstum freut die Gründer, hat aber seinen Preis: Es fällt nicht leicht, den nötigen Funken Wahnsinn zu bewahren.

Die Mitarbeiter wuseln im T-Shirt durch die Gänge, ein alter Töggelikasten beansprucht das Entrée, und Star-Wars-Flieger zieren die Decken, so weit das Auge reicht: Auf den ersten Blick präsentiert sich die Webrepublic als hippes, hibbeliges Jungunternehmen, ausgezogen, um die Welt zu erobern.

Nichts weniger als die Revolution hatte sich die Agentur für digitales Marketing, deren Logo noch heute ein Revoluzzerstern ziert, bei der Gründung vorgenommen. Als der digitale Umsturz des Werbemarktes schliesslich kam, war Webrepublic als Bannerträger zur rechten Zeit mit den rechten Ideen am rechten Ort: Online-Werbung ist heute kein Randthema mehr, die Vorherrschaft von Print und TV ist passé. Doch jede Revolution verändert auch ihre Protagonisten: Als Thomas Hanan und Tobias Zehnder die Webrepublic 2009 ausgerufen hatten, sassen sie zu zweit in einem kleinen Büro in Zollikon. Heute arbeiten über hundert Mitarbeiter für sie, die meisten davon in der Mühle Tiefenbrunnen, in lichtdurchfluteten Büros mit Seesicht. Das Tempo ist forsch: Seit dem letzten Gespräch mit dieser Zeitung wuchs nicht bloss der Bart von Co-Gründer Zehnder, es stiessen auch über fünfzig Mitarbeiter zur Firma.

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