Persönlich 05, 6.5.2013

«Showrooming»

(Simon Bertschinger) Nachdem in Australien ein auf glutenfreie Ernährung spezialisierter Shop durch eine Gebühr von fünf Dollar für «just looking» in seinem Ladengeschäft auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde auch in der Schweiz die Diskussion über die Gefahren des Onlineshoppings für den stationären Handel neu lanciert. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema zeigt jedoch, welche Perspektiven das Internet für den stationären Handel bietet.

«Welche Artikelnummer hat denn diese Spiegelreflexkamera?» Dieser Frage begegnen Ladenbesitzer wohl auch heute noch eher selten – auch wenn der Trend, sich ein Produkt im Laden lediglich anzuschauen und später im Internet zu kaufen, in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Das unter dem Begriff «Showrooming» bekannte Phänomen, bei welchem Konsumenten verschiedene Produkte ausführlich testen, sich fachmännisch beraten lassen und anschliessend den Artikel gleich mit dem Smartphone fotografieren oder die Artikelnummer scannen, ohne das Produkt zu kaufen, ist seit einiger Zeit insbesondere in den USA im Trend.

Das Phänomen an und für sich ist in seinem Kern nicht wirklich neu und beschäftigt den Handel schon seit Jahren: eine wachsende Anzahl von Vertriebskanälen, zunehmende Konvergenz, die steigende Internetnutzung und immer mehr Generationen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Wie das Google-Consumerbarometer zeigt, findet Showrooming in der Schweiz derzeit hauptsächlich in der Textilbranche, der Industrie für Elektro- und Elektronikgeräte sowie bei einzelnen Produktkategorien im Detailhandel (Bücher, CDs, DVDs und Videospiele) statt...

Welche Perspektiven bietet das Internet für den stationären Handel?
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