Persönlich 04, 8.4.2013

Research Online - Purchase Offline

(Simon Bertschinger) Noch nie haben sich die Gewohnheiten so schnell geändert wie im digitalen Zeitalter. Noch vor wenigen Jahren stellte der Desktop-Computer den Zugriff zur grossen Welt dar. Heute besitzt nur noch jeder zweite Schweizer einen stationären Rechner. Was bedeutet dies in der Realität?

Neun von zehn Schweizern haben heute Zugang zum Internet und sind somit faktisch vertraut im Umgang mit Suchmaschinen. Bevor Kunden heute ein Produkt kaufen – egal ob on- oder offline –, informieren sie sich darüber im Internet. 60 Prozent der Schweizer machen sich vor dem Kauf eines Produktes im Web auf die Suche nach spezifischen Informationen zum gewünschten Objekt. Dabei fällt auf, dass trotz der ansteigenden Informationssuche im Netz der grösste Teil an Einkäufen weiterhin offline stattfindet. So lag der Marktanteil von ECommerce in der Schweiz in den meisten Branchen noch unter 10 Prozent.

Was also passiert mit dem ganzen Rest der konsumorientierten Suchanfragen, welche nicht in einem Onlinekauf enden?

Ein Erklärungsansatz dafür ist der RoPo-Effekt. Gemäss Consumerbarometer informierten sich in der Schweiz 34 Prozent aller Offlinekäufer online, bevor sie das Produkt im stationären Handel kauften. Wie die HSG kürzlich in ihrer Studienreihe zum Schweizer Onlinehandel präsentierte, liegt der Konsumententrend 2013 dabei klar auf der mobilen Internetnutzung: «Rund 70 Prozent der Konsumenten nutzen mobile Endgeräte. Eine grosse Steigerung gegenüber dem Jahr 2011, als der Anteil der mobilen Internetnutzer noch 44,1 Prozent betrug. Der damit verbundene ständige Zugriff auf Informationen führt dazu, dass Schweizer Konsumenten ihren Lebensmittelpunkt immer stärker auf die virtuelle Welt ausrichten.»

Lesen Sie unseren kompletten Artikel über die Bedeutung des Ropo-Effekts:

Icon Der RoPo-Effekt wird mobil (287,1 KB)

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