09.04.2020

Empfehlungen, was Sie bei Ihrer Werbung aktuell beachten sollten

Aussergewöhnliche Zeiten wie diese stellen viele Unternehmen und Marketer vor riesige Herausforderungen. Deshalb haben wir zusammen mit unseren Spezialisten relevante Empfehlungen rund ums Digitalmarketing zusammengetragen.

Wir starten mit dem Blogbeitrag von Tobias Zehnder, in dem er der Frage nachgeht, was die aktuelle Situation kurz- und mittelfristig für das Marketing bedeutet. Er beobachtet relevante Entwicklungen und liefert konkrete Ideen für einen pragmatischen Umgang damit. So viel vorweg: Umdenken ist gefragt.

 

ADVERTISING

Wenn Menschen sich häufiger zu Hause aufhalten, ändert sich auch ihre Mediennutzung. YouTube beispielsweise freut sich in europäischen Ländern über ein Wachstum der Nutzungszeit um einen Faktor zwischen 4 und 20. Insbesondere Themen wie Kochen, produktives Arbeiten im Homeoffice und Fitness sind gefragt. In den Vereinigten Staaten registriert Comscore einen starken Anstieg unter anderem beim Gaming (+48 %), Streaming (+38 %) und bei der Tabletnutzung (+33 %). Eine repräsentative Panel-Befragung von GlobalWebIndex in 13 Ländern bestätigt diese Tendenz: 95 % aller Befragten gaben an, ihren Medienkonsum zu Hause stark zu erhöhen. Zu den Hauptbeschäftigungen zählen dabei der Konsum von Nachrichten, der Gebrauch von Musikstreamingdiensten, Videoplattformen und die Nutzung digitaler Kommunikation mit Familie und Freunden über Facebook-Apps. Für Marketer heisst das: Sie können ihre Zielgruppe aktuell verstärkt auf sozialen Netzwerken, Newsseiten, Video- und Entertainmentplattformen und generell auf Smartphones und Tablets erreichen. Wenn Marken in ihren Kampagnen taktvoll mit dieser besonderen Situation umgehen, auf die aktuellen Bedürfnisse der Konsumenten eingehen und ihren Mediamix anpassen, können sehr erfolgreiche Kampagnen entstehen.

 

SEA/E-COMMERCE

Die E-Commerce-Player haben in den letzten Wochen ihren Mediaspend stark erhöht, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren. Marketern raten wir, die Anzeigentexte entsprechend anzupassen und die User über die Verfügbarkeit der Produkte und die möglicherweise verzögerten Lieferfristen zu informieren. Wer Filialen vorübergehend schliessen musste, soll seine Sitelinks und Callout Extensions aktualisieren sowie die Location Extensions und Local Campaigns pausieren. In Google My Business lässt sich der Status mühelos auf «vorübergehend geschlossen» ändern. Ebenso bietet Googles Customer Match mittels CRM Datenintegration die Möglichkeit, Kunden, die bislang offline eingekauft haben, mit Online-Marketing anzusprechen. Für unseren Kunden Mammut setzen wir aktuell beispielsweise verschlüsselte CRM-Daten aus dem Offline-Handel für eine Digitalkampagne ein und machen damit auf das neue Online-Outlet von Mammut aufmerksam. Ein weiterer Tipp: Mit Google Trends lassen sich stark nachgefragte Produkte und Themen relativ einfach recherchieren und für die eigenen Kampagnen gewinnbringend einsetzen. Unser Head of SEA, Sabrina Pantic, und Head of E-Commerce Fabian Serger stehen bei Fragen rund ums Thema SEA und E-Commerce zur Verfügung.

Case Study: In der aktuellen Situation verschiebt sich der Handel auf digitale Absatzkanäle. Wie Unternehmen ihren Auftritt bei Amazon mit Massnahmen ohne hohe Werbekosten signifikant verbessern können, um dadurch mehr Visibilität zu erlangen, zeigen wir in unserem aktuellen Case zusammen mit unserem Kunden Rames.

 

SEO

Wir empfehlen Marketern, deren Tagesgeschäft sich stark reduziert hat, die Zeit für die Weiterentwicklung ihrer Webseite zu nutzen und sich Themen wie Page Speed, URL-Struktur, User-Experience und Content zu widmen. Von diesen Optimierungen wird Ihr Geschäft in Zukunft profitieren, denn Suchmaschinenoptimierung zeigt seinen Nutzen langfristig. Unsere SEO-Experten empfehlen zudem, die Metadaten à jour zu halten, indem Sie auf spezielle Angebote, aktuelle Lieferfristen und die Verfügbarkeit von Produkten aufmerksam machen. Wurden Ihre Events abgesagt oder verschoben? Dann ist es durchaus sinnvoll, das «schema.org» so anzupassen, dass verschobene und abgesagte Veranstaltungen korrekt ausgezeichnet werden. Um das Online-Einkaufserlebnis für die User weiter zu optimieren, sollten wichtige Informationen wie die Lieferfristen, Lieferkonditionen, Grössentabellen für Kleidung und Produktinformationen möglichst prominent und auf der Website verfügbar sein. Und auch bei SEO gilt: Seien Sie neugierig. Evaluieren Sie das veränderte Such- und Kaufverhalten mittels Google Trends und Google Analytics – daraus ergeben sich Themen, die Sie in Ihren laufenden Kampagnen oder als Informationsausbau auf der Seite integrieren können. Dazu empfehlen wir unseren Blogbeitrag über die Relevanz von Page Speed und den Case zur Optimierung der Pfister-Website nach SEO-Richtlinien. Bei weiteren Fragen gibt unser Head of SEO, Lea Kissling, gerne Auskunft. 

 

SOCIAL

In der Social-Media-Landschaft zeigt sich auf sämtlichen Kanälen und Messenger-Diensten ein erhöhtes Nutzungsverhalten und vor allem auch eine spannende Entwicklung der Performance. Das Bedürfnis nach Informationen, Unterhaltung, Inspiration und sozialen Verbindungen ist sehr hoch. Wir empfehlen Marketern, ihre Kampagnen und Kommunikationsmassnahmen qualitativ hochwertig und vor allem mit viel Fingerspitzengefühl an die aktuelle Situation zu adaptieren und dabei die User gezielt mit kanalspezifischen und kreativen Inhalten anzusprechen. Dies erfordert ein sehr aufmerksames Gehör, Stichwort «Social Listening» – versuchen Sie, die Bedürfnisse der User zu verstehen und mit Storytelling eine neue Ebene der Markenbindung schaffen. In dieser schwierigen Zeit sind zahlreiche User nicht in Stimmung, auf Shoppingseiten durch endlos scheinende Sortimente zu scrollen. Deshalb sollten spätestens jetzt die Shopping Feeds plattformgerecht für Social Media aufgebaut und optimiert werden. Ihr Unternehmen wird langfristig vom Verkauf von Produkten und Dienstleistungen auf den sehr stark besuchten Social-Media-Kanälen profitieren. Bei weiteren Fragen ist unser Head of Social Media Marketing, Juliane Erler, gerne für Sie da.

 

DATA AND TECHNOLOGY

Der Ausbau der eigenen Martech-Infrastruktur kommt bei vielen Unternehmen zu kurz. Wir empfehlen Marketern, die aktuelle Situation als Chance zu nutzen und sich jetzt diesem relevanten Thema zu widmen. Datensilos aufzubrechen, Lücken zu schliessen und Daten zu strukturieren, um künftig mit den richtigen Kreativ- und Mediamassnahmen auf den digitalen Werbekanälen präsent zu sein. Damit meinen wir insbesondere Projekte, die die digitale Maturität von Organisationen erhöhen und die sie befähigen, die Kontrolle und Eigentümerschaft über ihre Daten zurückzugewinnen. Beispiele sind das Inhousing des Advertising Stacks oder der Aufbau eines Data Warehouse für Marketingdaten, um zielgerichtetere Kommunikation und eine ganzheitliche Sicht auf die Werbemassnahmen zu ermöglichen. Denn die derzeit spürbare Verschiebung von Umsätzen zu digitalen Vertriebskanälen ist ein Szenario, das mittelfristig zur Normalität wird. Unternehmen, die auf diese Veränderungen mit einer soliden technischen Grundlage vorbereitet sind, werden grosse Vorteile gegenüber der Konkurrenz haben. Bei Fragen können Sie unseren Director Data & Technologies, Dorian Kind, kontaktieren.

 

Die Empfehlungen wurden in der Aprilausgabe unseres Newsletters The Webrepublican publiziert.

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