05.06.2020

E-Commerce-Trends und Inspiration für den digitalen Verkauf

Die Corona-Krise verleiht dem Online-Handel Rückenwind – das liest und hört man seit einigen Wochen überall. Und auch selbst hat man wohl mit der einen oder anderen Bestellung zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Bereitschaft, online einzukaufen, ist durch die geschlossenen Geschäfte enorm angestiegen, wodurch Stärken und Schwächen von E-Shops ans Licht gekommen sind. Mittlerweile scheint auch eine nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens wahrscheinlich. Ein geeigneter Zeitpunkt, eigene Projekte im Bereich E-Commerce zu hinterfragen, voranzutreiben oder neue anzugehen.

E-Commerce-Strategien: D2C aktueller denn je

Als Basis für E-Commerce-Aktivitäten ist eine kanalübergreifende und massgeschneiderte Strategie empfehlenswert. Seit einiger Zeit lässt sich ein Trend in Richtung Direct-to-Consumer (D2C) beobachten, angeregt durch neue Möglichkeiten im digitalen Handel, zum Beispiel über Social Media. Der Vorteil: Durch den direkten Verkauf der Hersteller an Kundinnen und Kunden lassen sich Abhängigkeiten im Vertrieb ausbalancieren.

Für Bamix entwarf Webrepublic eine globale Strategie für den zukunftsorientierten Umgang mit digitalen Plattformen. Ein wichtiger Aspekt davon ist, die Marke Bamix über die Vertriebsländer hinweg zu vereinheitlichen. Je nach Händlerstruktur werden unterschiedliche strategische Massnahmen für die Verkaufssteigerung über digitale Kanäle eingesetzt.

Marktplätze: Amazon und Co. als Krisengewinner

Amazon und Co. sind die Gewinner der globalen Pandemie und bauen ihre Dominanz weiter aus. Auch Google und Facebook entwickeln sich immer stärker in Richtung Marktplatz; seit Mitte Mai können Händler ihre Produkte auch auf Facebook und Instagram vertreiben. Entscheidend für den Erfolg auf Online-Marktplätzen sind ein sauber kuratiertes Produktportfolio, auf die jeweilige Plattform optimierte Produktinfos sowie gezielte Werbemassnahmen.

Webrepublic hat für das junge Zürcher Start-up RAMES, das hochwertige Lederaccessoires herstellt, eine Amazon-Strategie erarbeitet. Die Massnahmen haben sich sowohl auf die Visibilität als auch die Anzahl Verkäufe positiv ausgewirkt. Dieses Beispiel zeigt, dass der internationale Verkaufskanal auch für Premium-Marken erfolgreich eingesetzt werden kann.

SEO: Bedürfnisse erkennen und erfüllen

Wissen, was Kundinnen und Kunden beschäftigt, ist zentraler Bestand jeder SEO-Strategie. Die regelmässige Analyse von Suchvolumen-Trends für Online-Shops ist besonders wichtig. Eine solide SEO-Indexierungsstrategie sowie eine effiziente Methode zur Bestimmung des Keyword-Targetings ermöglicht, schnell auf neue Kundenbedürfnisse zu reagieren.

Ein Kunde von Webrepublic konnte Ende März zertifizierte Hygienemasken – zu diesem Zeitpunkt Mangelware – in den Produktkatalog aufnehmen und so Personen, die auf Schutzmassnahme angewiesen waren, beliefern. Eine sofortige Keyword-Analyse, die anschliessende Anpassung des Keyword-Targetings sowie die Sicherstellung, dass das Produkt rasch und permanent indexiert wurde, halfen seit Anfang April organisch in den Top 10 zu ranken. Flankiert wurde diese Strategie durch den gezielten Einsatz des Newsletters.

Performance Marketing: grosse Ziele, kleine Massnahmen

Gerade Omnichannel-Unternehmen erhöhten in den letzten Wochen teils massiv die Budgets für Performance-Marketing, um den Einnahmeausfall im Einzelhandel zu kompensieren. Eine flexible, verschiedene Kanäle umspannende Zieldefinition hilft, effizient zu wachsen und Umsätze zu maximieren. Statt fixe Monatsbudgets zu definieren, eignen sich relative Grenzwerte bezüglich der Kosten-Umsatz-Relation (KUR) bzw. Return on Advertising Spend (ROAS). 

Bereits mit kleineren Aktionen lässt sich viel bewirken: Während die Geschäfte von Möbel Pfister aufgrund des Lockdowns geschlossen waren, hat Webrepublic schon an die Wiedereröffnung der Läden gedacht: User, die während eines gewissen Zeitraums nach den Öffnungszeiten einzelner Filialen gesucht haben, wurden nach der Wiedereröffnung mittels Retargeting über die neuen Öffnungszeiten informiert.

Omnichannel: Mit CRM-Daten online profitieren

Angekurbelt durch den Lockdown hat sich der Einzelhandel noch schneller und stärker ins Internet verlagert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend auch nachhaltig durchsetzen wird. Daher lohnt es sich, Online- und Offline-Daten abzugleichen und bereits bestehende Infos über Kundinnen und Kunden für mehrere Kanäle zu nutzen.

Gemeinsam mit Mammut hat Webrepublic dies zu Beginn des Lockdowns umgesetzt: Anhand der verschlüsselten CRM-Daten konnte die Kundschaft aus dem Laden gezielt mit Online-Marketing-Aktivitäten angesprochen und so der Verkauf im Online-Shop weiter angekurbelt werden. Wir empfehlen die Nutzung verschlüsselter CRM-Daten für Google & Co. vor dem Hintergrund einer holistischen Omnichannel-Strategie.

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Wir haben das Knowhow, um mit Ihnen die nächsten Schritte im E-Commerce zu gehen.