Albtraum DDoS-Attacke. So schützen Digitalmarketer ihr Werbebudget gegen Verluste.

22 Mär 2016 / von Dorian Kind / Engineering / Comments

DDoS-Attacken sorgen bei Online-Shops für Umsatzausfälle und Reputationsschäden. Häufig geht vergessen, dass solche Attacken auch im Digitalmarketing beträchtlichen Schaden anrichten. Wer dieses Risiko anerkennt, kann sich aber dagegen schützen. Wir zeigen, wie das geht.

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Mitte März sind mehrere Schweizer Webpräsenzen Opfer von sogenannten Distributed Denial-of-Service Angriffen geworden. Wenn Medien über solche Vorkommnisse berichten, wird der wirtschaftliche Schaden den E-Commerce-Betreiber erleiden richtigerweise primär am geschätzten Umsatzausfall sowie – in geringerem Umfang – am Reputationschaden festgemacht. Dabei geht aber ein Aspekt häufig unter.

Kollateralschaden im Marketingbudget

Laufen digitale Werbekampagnen während einer solchen Attacke weiter, verpuffen die eingesetzten Werbegelder nutzlos – denn ein User, der auf eine Anzeige klickt, wird nichts als eine Seite mit einer Fehlermeldung zu sehen bekommen. Fällt ein Onlineshop mit einem mittelgrossen täglichen Online-Marketingbudget während mehrerer Stunden aus, kommen so schnell einmal mehrere zehntausend Franken zusammen, die für wertlose Klicks bezahlt werden müssen.

Natürlich kann eine Kampagne während einer Attacke manuell pausiert werden. Was aber, wenn sich ein solcher Vorfall an einem Wochenende ereignet und das Marketingteam erst verzögert davon erfährt oder gerade keinen Zugriff auf das AdWords-Konto hat? Dann kann Automatisierung wertvolle Dienste leisten. Anders gesagt, massgeschneiderte Softwarelösungen, wie wir sie für unsere Kunden programmieren, können nicht nur die Effizienz von Kampagnen steigern, sondern auch Schaden bei DDoS-Attacken oder vergleichbaren Vorkommnissen begrenzen.

Bodyguard für Online-Kampagnen

Eine dieser selbstentwickelten Anwendungen heisst «The Watcher». Das Tool überwacht Kunden-Webseiten und pausiert sofort und automatisch eine SEA-Kampagne, wenn ein vordefiniertes Ereignis auf der überwachten Seite eintritt. Sobald die Zielseite wieder in den Normalzustand zurückgeht, wird auch die entsprechende Kampagne reaktiviert.

Der Watcher pausiert im Normalfall beispielsweise automatisch eine Kampagne für bestimmte Produkte oder Produktkategorien einer Webseite, wenn diese gerade ausverkauft sind; sobald die Produkte wieder auf der Seite verfügbar sind, wird auch die entsprechende Kampagne wieder reaktiviert. So leistet die Entwicklung unserer Software-Ingenieure einen Beitrag dazu, dass das Werbebudget unserer Kunden möglichst effizient eingesetzt wird.

Der Watcher wird aber auch in Ausnahmefällen aktiv, zum Beispiel im Falle der jüngsten DDoS-Attacken: Da die Seiten, die vom Watcher überprüft werden, nicht mehr erreichbar waren, hat dieser umgehend die entsprechenden Kampagnen automatisch pausiert. Indem er verhinderte, dass weiterhin Anzeigen ausgespielt wurden für Seiten die gar nicht mehr erreichbar waren, hat der Watcher unserem Kunden einen substanziellen Verlust im Werbebudget erspart.

Massgeschneiderte Software für mehr Effizienz

Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass unsere massgeschneiderten Softwarelösungen nicht nur die Effizienz einer Kampagne im Normalfall steigern, sondern auch in Ausnahmesituationen Schaden begrenzen können.